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GCK Exclusive-e Lancia Delta Integrale Evo-e: Rallye-Legende kehrt in den Motorsport zurück

GCK Exclusive-e Lancia Delta Integrale Evo-e: Rallye-Legende kehrt in den Motorsport zurück

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Ein Ex-Rallye-Fahrer bringt eine elektrische Restomod-Version des Lancia Delta Integrale auf den Markt. Und plant sogar, damit in der Rallycross-WM zu starten.

Guerlain Chicherit hätte sich auf den Lorbeeren seiner abwechslungsreichen Sportlerkarriere ausruhen können. Viermal war der 43-jährige Franzose Weltmeister im Freeriding, als er noch professioneller Skifahrer war. Dann sattelte er auf Motorsport um: Bei der Rallye Dakar errang er mehrfach Top-Ten-Platzierungen, 2009 wurde er Cross-Country-Rallye-Weltmeister. Danach gründete Chicherit sein eigenes Rallye-Team namens GCK Motorsport – mit ambitionierten Zielen. Schon 2022 will er bei der Dakar mit einem Buggy starten, der mit Biosprit fährt. Zwei Jahre später soll der Bolide sogar mit Wasserstoffantrieb die härteste aller Rally-Raid-Veranstaltungen bezwingen.

Darüber hinaus steigt GCK Motorsport 2022 in die FIA World Rallycross Championship ein. Allerdings nicht mit irgendeinem Auto: Chicherit wird eine Neuauflage des legendären Lancia Delta Integrale an den Start bringen. Allerdings nicht mit dem ursprünglichen Antrieb: Die kultige Rallye-Kante wird Teil eines 14 Fahrzeuge umfassenden Starterfeldes sein, das ausnahmslos von Elektromotoren mit der nötigen Kraft versorgt wird. Dabei kommt ein aus Österreich stammendes Einheits-System zum Einsatz: Die Spezialisten von Kreisel Electric liefern einen 500 kW / 680 PS starken Antrieb, der vom Start weg ein maximales Drehmoment von 880 Newtonmetern bereitstellt. Damit soll der Integrale schneller von Null auf Hundert beschleunigen als ein Formel-1-Auto.


GCK Exclusive-e Lancia Delta Evo-e Rallyecross-Version


GCK Motorsport

2022 kehrt die Kult-Kante in den Motorsport zurück, und zwar im Rahmen der FIA World Rallycross Championship.

Nicht ganz so flott ist das straßenzugelassene Pendant des elektrischen Rallyecross-Integrale, das Guerlain Chicherit mit seiner Marke GCK Exclusive-e auf den Markt bringt. Die Spitzenleistung des Lancia Delta Evo-e – so der offizielle Name des kantigen Elektrikers – liegt bei 147 kW (200 PS), wobei der Elektroantrieb eine Dauerleistung von 90 kW (122 PS) aufbietet. Der erstgenannte Wert liegt im Bereich der ursprünglichen Integrale-Versionen; letzterer liegt etwas niedriger als bei den 1600er HF-Varianten. Das Drehmoment gibt GCK mit 200 (dauerhaft) beziehungsweise 350 Newtonmetern (in der Spitze) an.

200 Kilometer Reichweite

Von Null auf Hundert sprintet der Elektromod-Delta in 6,6 Sekunden. GCK Exclusive-e gibt ein Leistungsgewicht von 7,2 Kilogramm pro PS an, wodurch sich ein Leergewicht von 1.440 Kilogramm ergibt. Ein Großteil davon dürfte auf das Konto der Lithium-Ionen-Batterie gehen. Die Akku-Kapazität des 400-Volt-Systems liegt bei eher schmalen 29 Kilowattstunden, was die Reichweite auf 200 Kilometer limitiert. Die Batterie lässt sich per CCS-Schnellladung mit Energie füllen.

Neben dem Antrieb zeigen sich auch viele andere Komponenten des Lancia Delta modernisiert; insgesamt will GCK Exclusive-e dem Auto “263 neue Features” verpasst haben. Dazu gehören die Kabelbäume, die Stoßdämpfer, welche die Franzosen gegen Aufpreis als voll einstellbares Racing-Kit anbieten, und die Bremsanlage mit integriertem ABS, die vorne standardmäßig mit 284-Millimeter-Scheiben und Einkolben-Sätteln arbeitet. 306er-Discs und Sechskolben-Sättel gibt es optional, an der Hinterachse kommen grundsätzlich Scheiben mit 227 Millimeter Durchmesser zum Einsatz.

Rundum modernisiert

Die Spur zeigt sich im Vergleich zum klassischen Delta Integrale verbreitert. Bei den Felgen handelt es sich um eine Neuauflage der Original-Rundlinge, die mit eigens gebackenen Michelin-Reifen ummantelt werden. Die Kraftübertragung besorgt ein verstärktes und über ein elektronisches Management an den neuen Antrieb angepasstes Fünfgang-Schaltgetriebe. Für eine optimierte Beschleunigung können die drei ersten Gänge besonders kurz übersetzt werden und auf Wunsch zieht eine kurze Achsübersetzung ein. Grundsätzlich installiert Chicherits Truppe gleich drei Differenziale, wobei das mittlere die Antriebskraft im Verhältnis 47:53 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt.


GCK Exclusive-e Lancia Delta Evo-e


GCK Exclusive-e

GCK verpasst der Original-Karosserie zahlreiche Karbon-Komponenten.

Im Verlauf des Umbaus erhält jeder Lancia Delta selbstverständlich eine Komplett-Restauration, die dessen ästhetisches Erbe bewahrt. Dass GCK Exclusive-e trotzdem vieles tauscht, fällt erst beim zweiten Hinsehen auf. Die Franzosen verstärken den Rahmen, senken diesen zudem ab und integrieren auch noch neue Hilfsrahmen. Die Delta-Karosserie ergänzen die Franzosen mit zahlreichen Komponenten aus – teilweise sichtbarem – Karbon. Entsprechende Einleger gibt es in der Motorhaube und den vorderen Kotflügeln. Auch die Stoßfänger und die Spoiler unter der Frontschürze und am hinteren Ende des Daches bestehen aus dem leichten Kohlefaser-Werkstoff. Abschließend spendiert GCK neue Scheinwerfer und Heckleuchten.

Rallye-Version im Martini-Look

Auch im handgearbeiteten Interieur bleibt es bei den stilistischen Vorgaben des Originals. Die zentrale Änderung weisen die Sitze auf: Vorne kommt das Schalensitz-Modell Recaro Sportster CS zum Einsatz, doch auch die Rücksitze zeigen sich verändert. Das dunkle Alcantara verziert GCK Exclusive-e mit orangefarbenen Nähten. Das Momo-Sportlenkrad mit Zwölf-Uhr-Markierung sieht klassisch aus, ist aber ebenfalls neu. Ein Alpine-Multimedia-System mit Touchscreen und Apple- sowie Android-Konnektivität katapultiert das Interieur endgültig ins 21. Jahrhundert. Ein neues Audiosystem mit sechs Lautsprechern, Subwoofer und Verstärker zieht ebenso ein wie eine Rückfahr-Kamera und eine verbesserte Klimatisierung. Neue Wollteppiche und Alcantara-Fußmatten runden das Umstyling für das Delta-Interieur ab.


GCK Exclusive-e Lancia Delta Evo-e Rallye


GCK Exclusive-e

Die Rallye-Version lehnt sich optisch an die früheren Wettbewerbs-Deltas im legendären Martini-Look an.

Eine Preisvorstellung für den Elektro-Delta nennt uns GCK Exclusive-e bislang nicht. Günstig wird es sicher nicht – dafür dürfte allein die Limitierung auf sehr geringe Stückzahlen sorgen. Vom Evo-e wird es maximal 47 Exemplare geben. 36 von ihnen gehören der normalen Serie an, während elf Deltas den Beinamen “Rallye” tragen. Diese Autos tragen eine Lackierung, die sich ans legendäre Martini-Styling der früheren Rallyeautos anlehnt. Hinzu kommen Interieur-Eigenheiten wie besonders leichte Sparco-Schalensitze, andersfarbige Stickereien und rote Sicherheitsgurte. Der tiefgreifendste technische Unterschied betrifft das Chassis: Es zeigt sich beim Evo-e Rallye vollständig aus Aluminium aufgebaut und am Heck zusätzlich mit einer Karbonschale verstärkt. Da der Schalthebel auf einer Karbonplatte ruht, sind aggressivere Gangwechsel möglich.

Schlüsselübergabe mit Rallye-Weltmeister

Ach, und eins noch: Nur bei diesen elf Autos überreicht Didier Auriol höchstpersönlich die Schlüssel an die neue Besitzerin oder den neuen Besitzer. Der Franzose, 1992 Vizeweltmeister sowie zweimaliger Rallye-Monte-Carlo-Sieger im benzinbetriebenen Original-Delta (und zwei Jahre später Titelträger im Toyota Celica), ist offizieller Markenbotschafter von Chicherits Firma und hat die Elektromod-Version auch schon auf der Rennstrecke bewegt. “Dieses Auto bringt so viele Erinnerungen zurück”, sagt Auriol, der findet, dass die Neuauflage die legendäre DNA bewahrt und sich gleichzeitig sensationell fahre. Na wenn das kein Anreiz ist!

Umfrage

Ein neues Elektroauto wäre mir lieber.

Ein Klassiker mit elektrischem Antrieb wäre für mich ein Traum.



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Fazit

Ein auf Elektroantrieb umgemodelter Lancia Delta Integrale dürfte für hitzige Debatten sorgen. Dabei ist dies unnötig. Warum? 2026 kehrt der Delta sowieso offiziell zurück. Und da Lancia bis dahin zur reinen Elektromarke mutiert sein wird, kommt das Modell - so hat es der Markenchef bestätigt – vollelektrisch auf den Markt. Der GCK Evo-e nimmt also nur vorweg, was eh passieren wird und nicht mehr zu verhindern ist. Aber das eben in Gestalt des klassischen Delta, der sogar im Motorsport zum Einsatz kommt. Daran gibt es doch nichts auszusetzen, oder?

A. F1

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November 24, 2021 at 05:28PM

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