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Toyota BZ4X (2022): E-Auto mit 90 Prozent Akku nach zehn Jahren

Toyota BZ4X (2022): E-Auto mit 90 Prozent Akku nach zehn Jahren

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Toyota startet seine Elektro-Offensive 2022 mit dem BZ4X, der bislang noch eine Studie ist. Beim Akku legen die Japaner Wert auf Langlebigkeit.

In Kooperation mit Subaru, wo das entsprechende Modell als Evoltis kommen wird, hat Toyota die neue e-TNGA-Plattform für Elektroautos aufgebaut: Eine modulare Elektro-Architektur, die Front- und Allradantrieb ermöglicht. Entsprechend sind E-Motoren an beiden Achsen oder nur einer der beiden Achsen verbaut. Der BZ4X, der bei der Automesse in Shanghai noch als Konzeptstudie debütiert, ist der erste Toyota, der die neue Plattform nutzt.

Das erste eigenständige batterieelektrische Fahrzeug der japanischen Marke soll zur Jahresmitte 2022 in Serie gehen. Der Allradler ist so etwas wie ein Elektro-RAV4; die Ähnlichkeiten zwischen den betont kantigen SUV-Modellen kommen also nicht von ungefähr. Zum Beispiel an der Front: Der BZ4X verzichtet zwar auf den Riesengrill, der den RAV4 auszeichnet. Aber durch die nach unten eingezogene Frontpartie ergibt sich ein Schattenspiel, das den Bereich rund um das Kennzeichen optisch wie einen Kühlergrill aussehen lässt. Die Scheinwerfer des Elektro-SUVs sind noch schmaler gestaltet als jene des konventionell angetriebenen Bruders.

Optische Parallelen zum RAV4

Auch in der Seitenansicht zeigen sich etliche Parallelen; hier gibt es viele lichtbrechende Kanten und Sicken. Rund um die leicht ausgestellten eckigen Radhäuser befinden sich farblich abgesetzte Schutzelemente. Die Ladeklappe sitzt zwischen dem vorderen Radkasten und der Fahrertür. Die Dachlinie läuft in einen verlängernden Dachspoiler aus, der über einer schräg angestellten Heckscheibe thront, die nicht so steil abfällt wie beim RAV4. Die Heckleuchten präsentieren beim BZ4X Concept eine Dreiecksform sind sind per Lichtleiste miteinander verbunden. In der Heckschürze findet sich ein groß dimensionierter Kunststoff-Einsatz.


04/2021, Toyota BZ4X Concept


Toyota Deutschland GmbH

Das Interieur des BZ4X Concept dürfte jenem des Serienautos schon recht nahe kommen.

Vom eigenwillig geformten Lenkrad abgesehen dürfte das Interieur des BZ4X Concept dem späteren Serienauto bereits recht nahe kommen. In der Studie sitzt das eckige Volant sehr tief im Instrumententräger; der Monitor für die digitalen Instrumente siedelt sich darüber an. Mittig im Armaturenbrett sitzt ein horizontal ausgerichteter Touchscreen; die Bedieneinheit der Klimaanlage ist davon getrennt positioniert. Auf der hoch aufragenden Mittelkonsole befinden sich ein Drehrad, mit der das Getriebe kommandiert wird, um das herum sich einige Tasten für Fahrassistenzsysteme und Ähnliches gruppieren. Bei der Materialauswahl scheinen die Japaner nachhaltig erzeugte Oberflächen für das Armaturenbrett und die fünf Sitze ausgewählt zu haben.

Zwei Motoren und Allradantrieb

Zum Antrieb des BZ4X Concept äußert sich Toyota bisher sehr verhalten. Offiziell heißt es lediglich: An beiden Achsen sitzt je ein E-Motor, wodurch sich ein Allradantrieb ergibt. Den Antriebsstrang aus Motoren, Steuereinheit, Batterie-Management-System und dem integrierten Solar-Ladesystem will Toyota auf Effizienz getrimmt haben – 30 Prozent weniger Verbrauch sollen entsprechend kleinere Batterien erforderlich machen; die Reichweite bezeichnet der Hersteller als “wettbewerbsfähig”. Gelenkt wird per “Steer-by-Wide”; statt über eine physische Verbindung bewegt der Toyota BZ4X die Vorderräder also per Elektronik-Impuls.

Inzwischen ist immerhin bekannt, dass die Japaner bei Batterie großen Wert auf Langlebigkeit legen, obwohl sie die Kosten perspektivisch um 30 Prozent reduzieren wollen. Für die meisten E-Autos, die aktuell am Markt sind, gilt eine 8-Jahre-Garantie. Die beinhaltet, dass der Akku nach 8 Jahren noch mindestens 70% seiner Ausgangsleistung aufweist. Wenn nicht, kann der Kunde eine Erhöhung der Restkapazität verlangen. Bei Toyota will man da noch eine Schippe drauflegen. Die Japaner versprechen künftigen Käufern des bZ4X sogar 90 Prozent Restspeicherkapazität nach zehn Jahren. Die Entwicklung basiere auf den Erfahrungen, die Toyota beim Bau seiner Hybrid-Modelle gesammelt habe, erklärte Technik-Chef Masahiko Maeda dazu im Rahmen einer Präsentation. “Darüber hinaus haben wir uns für den Toyota bZ4 …ein Ziel von 90 Prozent Ausdauerleistung gesetzt. Wir schließen derzeit unsere Entwicklungsbemühungen ab, um dieses Ziel zu erreichen!”, so Maeda.


04/2021, Toyota BZ4X Concept


Toyota Deutschland GmbH

Die dreieckigen Heckleuchten sind durch eine Lichtleiste miteinander verbunden.

Ein paar Hinweise zum Antrieb des Toyota BZ4 lieferten zuvor aufgetauchte Patent-Zeichnungen. Demnach erhält der Frontantriebs-BZ4 einen 150 kW-Elektromotor; ein Basismodell verfügt über 120 kW. Die Allradversion ist mit zwei Motoren mit 160 kW ausgerüstet. Eine weitere Sport-Version gibt es nicht. Die e-TNGA-Plattform bietet im BZ4 einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 75 kWh ein Zuhause. Die maximale Reichweite liegt bei 500 Kilometern und damit etwas niedriger beim BZ4X. Aber nach zehn Jahren sollte Toyotas erstes E-Auto dann immer noch 450 Kilometer schaffen

Umfrage

Ja. Die Japaner haben zu lang an ihren Hybriden festgehalten.

Nein. Die Japaner haben das richtig getimed – der Boom startet erst jetzt.



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Fazit

Spät aber doch macht Toyota Elektro-Ernst und bringt ab 2022 mit dem BZ4 das erste von sechs Elektroautos auf den Markt. In Kooperation mit Subaru entwickeln die Japaner die neue e-TNGA-Plattform, die ähnlich wie der Modulare Elektrobaukasten von VW flexibel einsetzbar ist. Bei der Akku-Haltbarkeit macht der Hybrid-Pionier ein Versprechen, das alle Konkurrenten übertrifft.

A. F1

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September 14, 2021 at 04:43PM

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