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Tesla-Supercharger für alle: Elon Musk öffnet die Tesla-Ladesäulen

Tesla-Supercharger für alle: Elon Musk öffnet die Tesla-Ladesäulen

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Update

Per Tweet kündigt Elon Musk an, dass noch in diesem Jahr Autos anderer Marken an Superchargern laden können. Details zur technischen Umsetzung fehlen bislang.

Mitte Juni forderte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Tesla auf, seine Supercharger-Ladesstationen-System für alle Elektroautos zu öffnen – aktuell können dort ausschließlich Modelle der Marke Tesla laden. Deutschland ist zwar nicht das einzige Land, das beim Ausbau der Ladeinfrastruktur hinterherhinkt – aber so möchte Scheuer wenigstens einen kleinen Fortschritt erzielen. Wir wissen nicht, ob Tesla-Chef Elon Musk die Forderung des deutschen Verkehrsministers überhaupt wahrgenommen hat – aber auf dem US-Markt macht er jetzt genau das: Bald dürfen auch die Elektroautos anderer Hersteller an den Tesla-Superchargern laden.

“Wir haben unseren eigenen Stecker entwickelt, da es damals noch keinen Standard gab und nur Tesla Elektroautos mit großer Reichweite herstellte. Es ist ein ziemlich schlanker Stecker für das Laden mit niedriger und hoher Leistung. Das heißt, wir machen unser Supercharger-Netzwerk noch in diesem Jahr für andere Elektrofahrzeuge zugänglich.” – twittert Elon Musk jetzt. Auf den US-Straßen können also noch in diesem Jahr auch die Fahrer anderer Marken ihre Autos an Teslas Superchargern laden. Allein in den USA betreibt Tesla aktuell an fast 1.000 Standorten Supercharger – die Zahl der Ladepunkte dort hat Tesla nicht veröffentlicht. Hinzu kommt, dass Tesla zu Thanksgiving (einer der wichtigsten Feiertage der USA, immer am vierten Donnerstag im November), Weihnachten und weiteren Stoßzeiten, in der Nähe von Verkehrsknotenpunkten mobile Megacharger aufstellt – an denen es dann aber trotzdem oft zu langen Staus kommt.


Hyundai Kona Elektro, Mercedes EQA, VW ID.4


Rossen Gargolov

Mercedes EQA, VW ID.4 und der Hyundai Kona elektro (von links) können, wie alle fremden Marken, demnächst an Tesla-Superchargern laden.

Auch deutsche Kunden können sich freuen: Auf Nachfrage eines Twitter-Nutzers antwortet Musk, dass Tesla mit der Zeit sämtliche Supercharger in allen Ländern für die Fahrzeuge fremder Marken öffnen will. Einen konkreten Zeitplan hat er dafür aber noch nicht vermeldet – da die Supercharger schon in Betrieb sind, könnte es aber schnell gehen. In Deutschland betreibt Tesla aktuell an 90 Standorten Supercharger mit insgesamt 1.000 Ladepunkten.

Test in Norwegen

Die Öffnung der Supercharger wird nicht über Nacht passieren. Das zeigt eine Meldung des E-Auto-Portals electrek.co, das von einem kleinen Durchbruch in Norwegen berichtet. Dort hat der Verwaltungsrat der Provinz Vestland ganz offensichtlich über Zuschüsse für den Bau von 5 Superchargern beraten und die Leistungen an bestimmte Bedingungen geknüpft. Unter anderem daran, dass die Supercharger bis spätestens Ende 2022 auch von Nicht-Tesla-Fahrern genutzt werden können. Laut dem Protokoll einer Ratssitzung der Vestland fylkeskommune, das electrek.co vorliegt, hat Tesla dies bereits bestätigt.


Tesla Supercharger-Fabrik im chinesischen Shanghai


Tesla

Im Februar 2021 hat Tesla eine neue Supercharger-Fabrik in China eröffnet. Der sollen 10.000 Ladesäulen im Jahr gebaut werden.

Denkbar wäre, dass Tesla die Provinz Vestland als Testumgebung für die Freigabe von Superchargern in Europa nutzt. Norwegen ist wegen der extrem hohen Verbreitung von Elektroautos der bevorzugte Testmarkt für diverse Autobauer.

Wie sollen Nicht-Teslas laden?

Technisch bietet sich Europa für die Freigabe der Supercharger an, weil Tesla in Europa alle Standorte auf den CCS-Stecker-Standard umgerüstet hat und praktisch alle neuen Elektroautos mit Schnellladefunktion CCS-Anschlüsse besitzen. Bleibt die Frage der Abrechnung. Teslas identifizieren sich am Supercharger drahtlos. Keine Ladekarte, keine App, keine Kompatibilitätsprobleme. Dieses so genannte “Plug and Charge” beherrschen inzwischen auch einige wenige Elektroautos anderer Hersteller. Wie gut die Tesla-Schnittstelle mit den Plug-and-Charge-Lösungen zusammenpasst, ist nicht bekannt. Auch ob die Supercharger-Säulen in der Lage wären, sich über eine separate App oder beispielsweise eine RFID-Karte freischalten zu lassen, konnte man bei Tesla auf Nachfrage noch nicht sagen.

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Fazit

Tesla und die für alle offenen Supercharger – das ist wird jetzt Realität. Elon Musk war immer für eine Öffnung, jetzt hat er sie per Twitter bestätigt. Für Tesla-Fahrer heißt das, dass sie eventuell länger an den Stationen warten müssen. Nicht-Tesla-Fahrer können sich hingegen über eine deutlich erweiterte Lade-Infrastruktur freuen.

Ist das Stromladen für markenfremde Fabrikate teurer? Wie funktioniert die Bazahlung? Und wann erfolgt die Öffnung in Deutschland? Sobald diese Details bekannt sind, updaten wir natürlich diesen Artikel.

F1

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July 21, 2021 at 12:53PM

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