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Porsche 356 C 1600 Super (1965) Scheunenfund: Später 356, früh abgestellt

Porsche 356 C 1600 Super (1965) Scheunenfund: Später 356, früh abgestellt

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Dieser 356 stand 44 Jahre in einer Scheune und soll nun mit 7.539 Meilen auf dem Tacho versteigert werden.

Als Porsche Ende 1964 diesen 356 C baute, lief schon der 911 vom Band. Einige Kunden wollten trotzdem noch den günstigeren und kleineren 356 haben. Dessen Nachfolger als Vierzylinder-Porsche war der 912, der 1965 auf den Markt kam.

Porsche 356, 1964 gebaut


Porsche 356C 1600 Super Barn find (1965)


Silverstone Auctions

Porsche produzierte den 356 eine Zeitlang parallel zum 911.

Das 356 C Coupé, das Silverstone Auctions am Samstag, 31. Juli 2021 in Silverstone versteigert, stammt aus dem Modelljahr 1965. Das neue Modelljahr beginnt in der Regel nach den Werksferien des Vorjahres. Laut Auktionshaus tragen viele Teile dieses 356 einen Zeitstempel von 1964.

Ausgeliefert wurde das rechtsgelenkte Coupé nach Großbritannien. Der ausliefernde Händler, die AFN Ltd., hat noch vor Auslieferung einen Super-90-Motor eingebaut, vermutet das 356-Registry. Zugelassen wurde das Baliblau lackierte Coupé jedoch erst 1966 – da lief schon kein 356 mehr vom Band.

7.539 Meilen – oder 107.539?


Porsche 356C 1600 Super Barn find (1965)


Silverstone Auctions

Der Wegstreckenzähler im Tacho steht bei 07539 Meilen.

Originale Unterlagen wie Betriebsanleitung und Serviceheft gehören ebenso zum Auto wie Steuerbelege, Nachweise über die technische Untersuchung (MOT) und Werkstattrechnungen. Eine davon belegt eine 1976 durchgeführte Motorrevision. Danach wurde das Coupé offensichtlich abgestellt und nicht mehr bewegt. Aktuell steht der fünfstellige Meilenzähler bei 7.539 (12.133 Kilometer). Ob es in Wahrheit 107.539 (173.067 Kilometer) oder 207.539 Meilen (334.002 Kilometer) sind, spielt keine große Rolle – eine erneute Motorrevision wird nach der langen Standzeit wahrscheinlich ohnehin nötig sein. Die blaue Steuermarke im linken unteren Eck der Windschutzscheibe ist am 31. September 1977 abgelaufen.


Porsche 356C 1600 Super Barn find (1965)


Silverstone Auctions

Der Motor scheint etwas staubig, aber komplett zu sein.

Laut Silverstone Auctions ist der Porsche komplett. Das scheint auf den ersten Blick auch zu stimmen; allerdings fehlen die Radkappen. Die waren beim C wegen der serienmäßigen Scheibenbremsen schlichter gestaltet. Ansonsten scheinen sogar Bordwerkzeug, Starterbatterie und ein alter Kanister Shell-Öl ebenso zum Auto zu gehören wie eine alte britische Straßenkarte. Selbst leere Gitanes-Zigarettenschachteln und eine leere Chipstüte scheint jemand aufgehoben zu haben. Welchen Bezug zum Auto sie haben, ist unklar.

Umfrage

Eine Restaurierung erhält den Wert eines Autos und den Spaß daran.

Eine Restaurierung vernichtet die Spuren der Jahre und damit die Geschichte.



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Fazit

Warum jemand Ende der 70er einen 12 Jahre alten Porsche abgestellt und offenbar nie mehr gefahren hat, kann nur vermutet werden. Tatsache ist, dass original erhaltene Autos einen ganz eigenen Reiz besitzen, der durch eine behutsame Restaurierung erhalten bleiben sollte. Alles neu zu machen – oder sogar besser als neu – wie es lange üblich war, wäre bei diesem 356 Coupé ein schwerer Fehler, der nicht nur Substanz und Historie vernichten würde, sondern auch nie wieder rückgängig gemacht werden könnte. Denn die Geschichte eines Oldtimers macht einen ganz wesentlichen Teil seiner Faszination aus.

F1

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July 21, 2021 at 04:41PM

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